Bewegungsmangel – Gefahr für die Gesundheit

Viele Krankheiten und Beschwerden, die man lange als normale und unvermeidbare Verschleißerkrankungen des Alters betrachtet hat, beruhen in Wirklichkeit auf einem jahrelangen Bewegungsmangel.

Bewegungsmangel ist hochgefährlich – die Folgen von jahrelanger Inaktivität sehen wir bei uns täglich. Die Folgen sind nicht zu unterschätzen:

  • Übergewicht,
  • ein Herz, das selbst in Ruhe hochtourig arbeitet,
  • ein erhöhter Blutdruck,
  • die Entwicklung von Krampfadern, da das Blut in den Venen  „versackt“,
  • die Erschlaffung und Verspannung von Muskelgruppen sowie
  • Haltungsschwächen,
  • ein übermäßiger Knochenabbau,
  • ein erhöhter Blutzuckerspiegel,
  • eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Virusinfektionen,
  • Abnutzungserscheinungen an Gelenken und Bandscheiben,
  • ein beschleunigter Alterungsprozess und die
  • Verstärkung depressiver und ängstlicher Stimmungen

gehören zu den regelmäßig auftretenden Kurz- und Langzeitfolgen von Bewegungsmangel. Die Folge: Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zum Herzinfarkt, Schlaganfälle, Diabetes-Mellitus-Typ-2, Osteoporose, Dickdarmkrebs und Depressionen und das nicht erst in hohem Alter sondern vermehrt auch bei jüngeren Menschen.

Zwischen Verzicht und Motivation

Die letzten Wochen waren in diesem Zusammenhang nicht einfach. Insbesondere für unsere Mitglieder, die es gewohnt sind, regelmäßig zu uns zum Gesundheitstraining zu kommen. Die Motivation und Eigeninitiative wurde stark gefordert. Online – Kurse und Fitnessapps sind nicht für jeden geeignet und das Angebot an Kursen war fast nicht zu überblicken. Der Verzicht auf den regelmäßigen Besuch ist vielen schwer gefallen und nicht allen ist es gelungen, das eigene Bewegungsniveau und die Trainingshäufigkeit aufrechtzuerhalten. Angst um die eigene Gesundheit oder die berufliche Zukunft sorgen bei vielen immernoch für Stress, Angespanntheit und führen dazu, dass Sport und Bewegung eher in den Hintergrund gerückt sind.

Gerade jetzt ist es jedoch von großer Bedeutung, sich zu bewegen und damit einen Ausgleich zu schaffen.

Bewegung verbraucht die überschüssige Energie im Körper und erhöht die Widerstandskraft gegenüber stressbezogenen Belastungen.

Ein fauler Hund zu sein und auf der Couch zu sitzen, können wir zum Stressabbau bedauerlicherweise nur bedingt empfehlen.

Chronischer Stress als Gesundheitsgefahr

Chronischer Stress führt zu einer Überbelastung des Körpers mit einer Reihe negativer Auswirkungen. Ein geschwächtes Immunsystem, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und demenzielle Erkrankungen gehören zu den mittel- und langfristigen Folgen von unbehandeltem Stress. Ein großer Irrtum: „Nichts-tun“ und auf der Couch sitzen führt (leider) in den meisten Fällen nicht dazu, dass vorhandener Stress effektiv abgebaut wird. Auf körperlicher Ebene stellt Stress nichts anderes, als eine Kampf- oder Fluchtreaktion dar, die zu einer hohen Energiefreigabe im Körper führt – mit den bekannten körperlichen und emotionalen Empfindungen und Gefühlen.

Bewegung als Schutz vor chronischem Stress

Die in der Stressreaktion entstandene Energie muss für eine erfolgreiche Stressbewältigung abgebaut werden. Unseren Vorfahren gelang das durch die Erlegung eines Mammuts oder der Verteidigung des Reviers gegen Säbelzahntiger oder andere Stämme. Aufgrund der begrenzten Anzahl an prähistorischen Tieren und der allgemeinen gesellschaftlichen Einigung, dass Gewalt kein probates Mittel zur Problembewältigung darstellt, bleibt uns aktuell nur die Bewegung zum effektiven Energieabbau. Laborstudien haben zudem gezeigt, dass körperliche Fitness zu einer abgeschwächteren Stressreaktion und einer schnelleren Erholung nach der Konfrontation mit einem Stressor (Stressauslöser) führt. Zudem spricht unser Körper durch regelmäßiges körperliches Training geringer auf Stressreize an und das Vertrauen in die Wirksamkeit des eigenen Handelns nimmt zu. Wir werden gewissermaßen gelassener und selbstsicherer durch regelmäßiges körperliches Training.

Stress sorgt oft auch dafür, dass unsere Wahrnehmung sehr eng wird und negative Aspekte einer Situation für uns an unverhältnismäßig großer Bedeutung gewinnen. Das ist vermutlich auch unseren Vorfahren geschuldet – ein Gänseblümchen zu übersehen ist für das Überleben nicht so relevant, wie den besagten Säbelzahntiger. Bewegung hilft uns auch hier einen klaren Kopf zu bewahren und die vorhandene, überschüssige Energie abzubauen um so auch in so einer schwierigen Situation wie jetzt unsere Handlungskompetenz zu bewahren und unvoreingenommen an die aktuellen Herausforderungen heranzugehen!

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