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Erweiterte ambulante Physiotherapie

Erweiterte ambulante Physiotherapie

Die erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP) wurde von der gesetzlichen Unfallversicherung und den Privatversicherungen aufgrund der Ergebnisse der Rehabilitation von Leistungssportlern als ambulante Therapieform entwickelt. Die herkömmliche physiotherapeutische Behandlung wird im Rahmen der EAP intensiviert und durch ein muskuläres Aufbautraining erweitert. Ziel der EAP ist es, nach beruflichen Unfallverletzungen oder Erkrankungen, die betroffenen Körperregionen so zu behandeln, dass die individuelle Arbeitstätigkeit wieder aufgenommen werden kann. Sofern abzusehen ist, dass eine standardtherapeutische Physiotherapie oder Krankengymnastik nicht ausreicht, um das gewünschte Rehabilitationsziel zu erreichen, kann eine EAP verordnet werden.

In der Regel dauert eine EAP 14 Tage. Diese kann jedoch grundsätzlich bis zu 4 Wochen durch den Versicherungsträger bewilligt werden. Sollten die Maßnahmen messbare Verbesserungen zeigen, kann die EAP zudem weiter verlängert werden. Die Therapie erfolgt in unserem Reha-Zentrum an 3 bis 6 Tagen in der Woche und setzt sich aus physiotherapeutischer Behandlung, physikalischer Therapie (z.B. Wärme- oder Kältetherapie) und medizinischer Trainingstherapie zusammen.

In enger Zusammenarbeit mit Ihren Ärzten erstellen wir für Sie im Rahmen der EAP einen spezifischen und individuell ausgerichteten Therapie- und Trainingsplan um Ihnen einen optimalen Wiedereinstieg in Beruf und Alltag zu gewährleisten.

Eine EAP kommt überwiegend in Betracht bei:

  • Bewegungseinschränkungen nach Gelenk-Teilsteifen (z. B. Arthrolysen, Gelenkersatz nach ankylosierenden Arthrosen, Narkosemobilisation etc.)
  • koordinativer Leistungsschwäche, insbesondere auch nach zentralen Nervenverletzungen
  • komplexen Gelenkverletzungen mit verzögerter Mobilisierbarkeit (z. B. wegen Weichteilschadens, postoperativer Ruhigstellung, schwerer Handverletzung etc.)
  • objektiv nachweisbaren (Vergleichsmessdaten) Muskelschwächen oder Muskelfunktionsstörungen nach Verletzungen oder Operationen (z. B. Kompartmentsyndrom, Gesäßmuskelschwäche nach Hüft-, Beckenoperationen, Rückenmuskelschwäche nach Wirbelsäulenoperationen etc.)
  • frühzeitig (innerhalb von vier Wochen) erkennbarem Stillstand eines anfänglichen Funktionsgewinnes unter Standardtherapie der KG/PT (z. B. wegen chronischer Gelenkkapselentzündung nach Band- oder anderen Gelenkoperationen, zunehmenden Narben-Weichteilschrumpfungen etc.)

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